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Die Würde des Menschen ist u n a n t a s t b a r !!!

Meine Würde: mein Tiefstes, mein Wesen, mein Menschsein, mein Wissen um meinen Wert, meine Daseinsberechtigung, mein Geliebtsein, mein goldener Kern, meine Achtung vor mir selbst, meine Grenzen, meine Werte, meine Bedürfnisse, meine Authentizität, meine tiefsten Überzeugungen und Glaubenssätze, der Respekt der mir gebührt, mein Sein
… ist u n a n t a s t b a r !

Niemand hat das Recht in diesen, meinen heiligen Raum einzudringen und etwas zu berühren, gar in die Hand zu nehmen oder nach seinen Vorstellungen umzuordnen. Niemand! Und ich, ich verlasse diesen heiligen Ort nur allzu oft, um den Erwartungen anderer zu entsprechen, mich anzupassen, nicht zur Last zu fallen, den Frieden zu wahren. Ich verbiege mich, nehme mich selbst nicht wichtig, verrate meine Überzeugungen, missachte meine Grenzen … aus Angst, Feigheit, ungenügendem Respekt vor mir selbst! Oh Würde!

Und ich habe nicht das Recht, in den Raum anderer einzudringen, ihre Würde mit schmutzigen Fingern zu berühren … und tue es doch. Täglich, mehrfach, ganz bewusst, aus Unachtsamkeit oder Unfähigkeit mich anderes zu verhalten: Ich hebe mein schreiendes Kind auf den Wickeltisch, das gerade mit etwas anderem beschäftigt ist, nehme die Verkäuferin an der Supermarktkasse noch nicht einmal wirklich wahr, kritisiere meine Mann, erhebe mich (gedanklich) über andere, bewerte, gehe an Bedürftigen vorbei, verschließe die Augen vor ihrem Leid, höre nicht richtig zu, kaufe Dinge für die andere leiden mussten, helfe nicht, wo ich helfen könnte, nutze meine Überlegenheit aus, …

Oh Würde! Tausendfach habe ich dich angetastet, tausendfach mit Füßen getreten, tausendfach das Gesetz mißachtet … dieses gute Gesetz, dass wir uns als Menschheit gegeben haben und doch nicht imstande sind zu halten. Oh Würde!

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